„Der alltägliche Wahnsinn mit 4 Kindern und bis vor einer Weile einer Beziehung, die mich regelmäßig wieder in der Asymmetrie erstarren lässt, lenken mich aber i.d.R. ab.“ – ein Kommentar unter einem Videointerview mit Benita Cantiene, Gründerin der Cantienica-Methode – zig Videoanleitungen dieser Methode gibt es auf YouTube mit unfassbar guten Übungen. Die sind so gut, dass es sich gar nicht nötig anfühlt, jemals irgendetwas anderes zu filmen. Sie arbeitet mit präziser Vernetzung der Muskelschichten, statt mit den klassischen, einfachen „Anspannen-Loslassen“-Übungen für den Beckenboden. Sie sagt ehrlich, dass das Eigenmotivation und Disziplin erfordert und dass die meiste Arbeit auf Mikroebene geschieht.
Der Kommentar der Zuschauerin hat bei mir mit dem „in der Asymmetrie erstarren“ ziemlich doll resoniert, ich kenne diesen Zustand sehr gut – nicht zu atmen bzw. mega flach, der Körper auf Vollspannung und voller Einseitigkeiten, anfangs aus Bedrohung, Angst, Stress, dann nur noch aus Gewohnheit. Weil der Stresszustand zur Gewohnheit geworden ist, auch wenn es keinen gibt. Der Körper merkt sich das, es beginnt vor allem mit der flachen Atmung. Wenn du das kennst, nimm dir als Erstes eine tiefe Einatmung durch die Nase vor, und bei der zweiten nimmst du noch den Bauchnabel mit dazu, der sich bei der Einatmung hebt. Der Rest kommt ganz natürlich von alleine dazu.